Silvester im TV, Matrix im Kino, Salon TEASER

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Vor Peter Thiel haben sogar seine Freunde Angst, sagen seine Freunde. Und Max Chafkin berichtet es uns. Die Technologie als Mittel zum Zweck, wie schon die Bücher zuvor. Peter Thiel war auf der Suche nach der Macht, wo alle nur nach Geld streben: In New York an der Wall Street und im Silicon Valley. Die Wege waren irre verschlungen, aber letztlich hat er sie gefunden. Palantier ist ein obskures Unternehmen, von nem niemand so genau weiß, was es im Angebot hat. Klassische Consumer Electronic ist es nicht, aber wir als Bürger spielen für Palantier eine große Rolle. Während Matrix im Kino läuft, und ein wenig enttäuscht, liefert dieses Buch alles, was ein Thriller braucht – insbesondere Realität. Wir sind beide begeistert, besprechen es ausführlich, empfehlen aber diesmal ausdrücklich, auch selbst zu lesen.

Desweiteren reisen wir durch die Welt mit Abstechern im digital regierten China, das seine Autokratie nun global ausspielt. Wir sind in den Regionen zwischen Indien und Pakistan, im alten Japan, beim abgeschotteten Dänemark und im zukünftigen Metaverse, wo Great Protocol Politics gemacht wird. Pier Paolo Pasolinis Gedichte sind da, sie waren auch nur für die Nachwelt bestimmt. Und wir rechnen nach: Was lohnt sich mehr, Apple Aktien oder iPhones, Investment oder Konsum?

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Literatur

  1. Wer regiert das Silicon Valley? Wessen Weltanschauung ist dominant? Es sind weder die Chefs von Google, Apple oder Facebook, die die Welt ideologisch am stärksten prägen, es ist der Risikoinvestor und Paypal-Gründer Peter Thiel. Er unterstützte Trump im Wahlkampf und hält die Demokratie und den Kapitalismus für nicht mit länger vereinbar. Max Chafkin beleuchtet in seiner sensationellen Biographie „Peter Thiel – Facebook, PayPal, Palantir. Wie der Pate des Silicon Valley die Welt beherrscht“ die Person und ihr Wirken.
  2. Die Freie Szene war früher ein Ort für formale Experimente, heute stehen nur noch die üblichen politischen Inhalte im Vordergrund, beklagt Michael Wolf in seiner Nachtkritik-Kolumne „Der Freien Szene fehlt es an Format
  3. Paul Mozur und KollegInnen schreiben in der NYT über China. Das Land wirft sein social-Media-Fangnetz inzwischen weltweit aus und jagd abtrünnige ChinesInnen. Um aber alles in gutem Licht erscheinen zulassen, umgarnen sie in Peking die Influencer.
  4. Für Parag Khanna und Balaji S. Srinivasan werden mit dem Metaverse Utopien wahr: Die Macht des Dollars schwinde, Territorialität spiele in der Cloud keine Rolle mehr und selbst ein BGE sei leicht realisierbar. „Great Protocol Politics“ ist ein obskurer, aber wichtiger Essay
  5. In Japan hat die Politik aufgegeben. Roboter fallen für die Pflege der Alten aus, Ausländer gibts auch zu wenig. So müssen die Alten selbst klarkommen und möglichst lange fit bleiben. Alina Saha zeigt mit einem kleinen Text ein großes Problem.
  6. Pier Paolo Pasolini war nicht nur ein bedeutender Filmregisseur, sondern auch ein großer Dichter. Bei Suhrkamp sind nun unter dem Titel „Nach meinem Tod zu veröffentlichen“ späte Gedichte erschienen
  7. Leo Ginsburg bringt uns mit einem kleinen Text zum Grübeln: Hätte man damals doch lieber Apple Aktien statt Apple Smartphone kaufen sollen?
  8. Arundhati Roy ist eine weltweit populäre indische Schriftstellerin, die sich in ihren Essays immer wieder mit dem in Indien blühenden Hindu-Nationalismus kritisch auseinandersetzt. Der Band „Azadi heißt Freiheit“ bietet eine Sammlung von Roys Interventionen
  9. Dänemark will sich noch stärker gegen Flüchtlinge abschotten und zahlt für ein Abschiebegefängnis im Kosovo einen absurden Preis. Darüber berichtet in der „taz“ Reinhard Wolff

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