214-Buddhismus ist wie Fahrrad fahren-Buddhismus im Alltag

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Um zur Erleuchtung zu kommen musst Du einfach weiter fahren!

Der von mir sehr verehrte Albert Einstein sagte: „Das Leben ist wie Fahrrad fahren – um die Balance zu halten musst Du in Bewegung bleiben“! Ein fast buddhistischer Ausspruch, weshalb mich sein Satz zum heutigen Artikel inspiriert hat.

Wer den Lehren Buddhas folgt kann nur ein Ziel haben: „Erleuchtung„! Die Hinterlassenschaft des großen Mannes war sein Erwachen, seine Nachricht an uns ist, dass Erleuchtung in jedem Menschen steckt und von Allen erreicht werden kann.

Was meine ich mit „Buddhismus ist wie Fahrrad fahren?“ Nun, ein Buddhist kann nicht in ‚Teilzeit‘ den Lehren des historischen Vorbilds folgen, entweder ist man Buddhist, oder eben nicht. Die Philosophie Buddhas dringt somit in alle unsere Lebensbereiche ein, etwa inn die Art, wie wir mit anderen Menschen umgehen, was und wie wir essen, wie wir unseren Lebensunterhalt verdienen, wie wir Dinge betrachten, ja sogar unsere politische Einstellung, aber auch allgemeine Ansichten zum Leben, wie auch in den grossen Religionen(Nächstenliebe, Anstand, Ehre), werden beeinflusst.

Dabei kann man nicht so einfach „das Fahrrad anhalten“, die Fahrtpausieren.

Ein grosses Problem für Aussenstehende sind die unübersichtlichen „Regeln“ der verschiedenen buddhistischen Gemeinschaften, abhängig von den diversen buddhistischen Zweigen unterscheiden sich die Vorgaben zum Teil sehr, ganz unterschiedliche Traditionen entwickelten sich in den verschiedenen asiatischen Ländern.

Ich folge der buddhistischen Linie des Shaolin Tempels, die von Bodhidharma um 500 n. Chr. begründet wurde. Diese vom Mahayana-Buddhismus abgeleitete Philosophie der Selbstbetrachtung nennt sich in China „Chan-Buddhismus“, im Westen wurden seine Lehre als „Zen-Buddhismus“ bekannt.

Charakteristisch für Chan (Zen) ist die Meditation (Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen) als spirituelle Praxis, die das Bewußtsein erweitern. Ziel dabei ist die Erleuchtungserfahrung (so wie vom historischen Buddha vorgelebt).

Wichtig für alle Buddhisten ist es, die Fahrt (mit dem imaginären Fahrrad) immer fortzuführen, die Bestrebungen nicht anzuhalten, die Reise zur Erleuchtung nicht zu unterbrechen.

Joachim Ringelnatz schrieb 1933 folgendes: In Hamburg lebten zwei Ameisen, die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee, da taten ihnen die Beine weh, und da verzichteten sie weise dann auf den letzten Teil der Reise.

Die Reise zur „Erleuchtung„, da können uns auch manchmal ‚die Beine weh tun‘, es kann Rückschritte geben, Selbstzweifel, vielleicht Unverständnis im Umfeld, warum mache ich das, ist das wirklich das Richtige für mich, kann auch ich das Erwachen erreichen?

Ja, wir können, der historische Buddha hat uns seine Nachricht hinterlassen, sein Vermächtnis, ein Jeder kann erwachen, die Erleuchtung ist bereits in uns, wir müssen sie unter den vielen Scherben unseres Lebens hervorkehren, den Staub von unseren Seele wegfegen, unser wahres Sein unter all dem Schutt unserer Geschichte wiederfinden.

Keiner hat gesagt, dass die Reise einfach sein wird, dass die Beine dabei nicht weh tun werden.

Aber die Reise lohnt sich.

Versprochen!

Einfach weiterfahren!

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